Freitag, 11. März 2011

Morgen

Das Morgen sorge für sich selbst, sagte neulich jemand. Heute sei es eben so und so, und was morgen sei, wisse man nicht. Das Morgen sorge für sich selbst. Sprach's und schwieg.

Mag sein. Ich bin kein Planer. Wahrlich nicht. Die paar Pläne, die ich überhaupt je hatte, sind grandios gescheitert. Ich mag und akzeptiere die Überraschungen, die das Leben jeden Tag bereithält. Aber das Morgen deshalb ganz und gar für sich selbst sorgen lassen? Nein.

Heute ist es so und so. Ganz recht. Aber schon heute können wir die Wege beschreiten, die wir morgen gehen möchten. Heute können wir uns um das bemühen, was wir uns für morgen ersehnen. Heute ist das Leben nur einen Tag länger als morgen.

Es kommt wie es kommt - gerade als Rheinländer weiß man das. Ja, irgendwie sorgt das Morgen für sich selbst. Aber damit sollte man sich nicht jeden Tag trösten, während das allzu kurze Leben verstreicht.

Wenn wir heute darauf warten, daß sich unsere Sehnsüchte morgen von alleine erfüllen, kommen wir nicht weiter. Und das wäre ja schade. Vielleicht scheitern wir. Vielleicht wird das Morgen nicht so, wie wir es erhoffen. Aber versuchen sollten wir es. Heute schon.

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